FDn 50-1.4
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Fotolabor-Ausstattung, ausschließlich für Schwarzweiß:

In diesem Bereich profitiere ich heute noch davon, dass ich mir früher etwas Ordentliches gekauft und nicht gegeizt habe. Viel wichtiger als eine ordentliche Ausrüstung ist in diesem Bereich aber die Erfahrung, die ich allmählich so ansammle. Was mir hier sehr geholfen hat, war das Hobbylabor-Forum des ehemaligen Versandhändlers Phototec, sowie die ebenfalls mit Phototec-Unterstützung zusammengestellten Informationen im nicht mehr original existierenden www.schwarzweiss-magazin.de, das aber beim Online­magazin Fotoespresso eine neue Heimat gefunden hat.

Wer den RHD-Analyser mit einem Dunco II-66 und Gradations­wandel­modul verwendet, kann es mal mit meinen Einstellungen für Gradationen 00 bis 5 als Startwert versuchen. (Der Dunco hat zwar keine Gradations­einstellung 00, aber ich interpretiere Drehknopf­einstellung 0 als 00 und 0,5 als 0. Ab 1 stimmt dann die Skala.)

Ilford Multigrade IV RC 44M (Charge aus 2017)
Offset -6 -5 -4 -1 -1 -12 -16, Contrast 183 146 113 89 77 63 50

Ilford Multigrade IV RC 44M (Charge aus 2019)
Offset -4 -6 -5 -2 -3 -12 -15, Contrast 170 142 126 107 87 70 61

Ilford Multigrade V RC deluxe, pearl (Charge aus 2020)
Offset -6 -6 -6 -4 -4 -15 -21, Contrast 133 111 98 85 74 62 53
Meine Erfahrung mit dem neuen Ilford Papier: reagiert im mittleren Bereich etwa 1 Stufe härter, Gradationen feiner abgestuft (+), sichtbar wärmerer Bildton (+), längere Bild­spur­zeit (für Maximal­dichte sind 90s im Entwickler ausreichend), reagiert lt. Ilford deutlicher auf Tonung (das alte MGIV hat den Bildton kaum geändert).
Achtung: Für eine optimale Nutzung der Gradationsspreizung sollte man die Negative auf ein geringeres →gamma entwickeln: statt bisher 0,65 (gemessen auf dem Grundbrett) jetzt 0,55. Ilford hat damit die Gradationsstufen neu definiert und weicht damit von den anderen Papieren aus dem eigenen Haus ab. Auf der anderen Seite: Wenn man die bisherige Filmentwickung beibehält, erstellt man Vergrößerungen auf dieses neue Papier mit etwas mehr Y-Filterung und hat damit weniger Probleme mit der durch →UV-Anteile verursachten Unschärfe.

Ein schöner Hautton ist auf der RHD-Skala etwa bei der 3.-5. LED, für die Damen etwas heller, Männer­gesichter dürfen tendenziell etwas dunkler werden.

Adox MCP 312 (Charge aus 2011)
Offset -9 -10 -7 -4 -3 -14 -20, Contrast 167 145 130 112 100 85 85
Grad. 5 wurde von dieser Charge nicht erreicht, was mich aber nicht gestört hat.

Adox MCP 310 (Charge aus 2014)
Offset -8 -9 -13 -8 -6 -17 -21, Contrast 149 129 119 98 87 70 61

Wie man sieht, gibt es auch bei Qualitäts­papieren Chargen­streuungen, insbesondere bei der Kontrast­wieder­gabe! Nach einem Neukauf ist also grund­sätzlich wieder Eintesten angesagt. Daher bestelle ich immer gleich mehrere Schachteln aus einer Charge, aber möglichst nicht mehr als meinen Jahres­bedarf. Mit der Halt­barkeit von Ilford-Papieren bin ich übrigens sehr zufrieden. Ich habe noch einige Sonder­formate, die schon über 10 Jahre bei Raum­temperatur (auch ca. 30° im Sommer) in meinem Labor­schrank lagern. Alterungs­erscheinung kann ich keine fest­stellen. Da ich keine alten Adox-Bestände habe, kann ich dazu nichts sagen. Das alte Agfa-Papier hatte in dieser Hinsicht einen schlechten Ruf.