FDn 50-1.4
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Diese Gruppe bestand ursprünglich nur aus der Rollei 35S. Nach einem Sturz war das Objektiv eingedrückt - ein Schaden, den ich für irreparabel gehalten habe. Ich hatte eine Zeit lang die Hoffnung, bei Internet-Auktionen einen günstigen Ersatz zu bekommen, was nicht so einfach war. Ich musste erst die Erfahrung machen, dass dort unheimlich viel Schrott verhökert wird. Aber auf diese Weise habe ich für wenig Geld einige interessante Kameras an Land gezogen. Bei wirklich guten Exemplaren bieten leider oft internationale Sammler mit und treiben die Preise in uninteressante Höhen. Ich will damit nicht von solchen Versteigerungen abraten, aber man braucht dazu Erfahrung und Marktüberblick, sowie viel Zeit und Geduld.

(#) bedeutet: Diese Kamera benötigt eine nicht mehr hergestellte 1,35V-Quecksilber­knopfzelle, alternativ eine 675-er Hörgerätebatterie oder Diodenadapter mit SR44, siehe auch → Queckie-Ersatz

Mein persönliches Fazit zu alten KB-Sucherkameras der 70er und 80er-Jahre: Robuste Metallkonstruktionen (vor allem Leica M-Varianten oder Rollei 35S) waren und sind immer noch top! Bei vielen Plastik-Ausführungen handelt es sich leider um Massenprodukte für Gelegenheits- und Urlaubsknipser, d.h. sie wurden ausgelegt auf 2 Filme pro Jahr, und nicht auf Haltbarkeit. Für die übliche Vergrößerung auf Albumformat 9×13 cm hat auch die optische Qualität locker gereicht. Wenn diese Kameras heute noch funktionieren, hat man Glück gehabt, und man hat damit eine mittelmäßig kompakte Kamera mit mittelmäßiger Bildqualität. Auch ehemalige „Geheimtipps” haben mittlerweile natürliche Altersprobleme. Vor allem falsch anzeigende und nicht mehr justierbare CdS-Messzellen sind bei fehlender manueller Belichtungseinstellung ein Todesurteil.