FDn 50-1.4
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Canon EOS-Kameras mit EF-Objektivanschluss:

Im Gegensatz zu den alten FD-Objektiven gibt es keine mechanische Signalübertragung mehr, sogar der Blendeneinstellring ist weggefallen. Alle Signale (Autofokus und elektromagnetische Blende) werden elektrisch über einen bidirektionalen seriellen Datenbus übertragen. Das bedeutet unter anderem: Ohne Batterie geht gar nichts mehr, was aber keine ernsthafte Einschränkung bedeutet. Außerdem kann ich den Batteriegriff meiner EOS-Gehäuse auch mit überall erhältlichen AA-Batterien bestücken.

Die EF-Objektive sind voll kompatibel zu den heutigen Canon-Digitalkameras. Daher ist der Ansturm auf gute Gebrauchtteile gewaltig, die Preise leider ebenso, und die sonst so beliebten Internet-Auktionen sind uninteressant. Was derzeit aber verschleudert wird, sind die analogen EOS-Modelle. Die noch gar nicht so alten Profi-Gehäuse EOS-3 oder 1v gibt es gelegentlich perfekt erhalten und zu einem Bruchteil des ehemaligen Neupreises.

Meine anfängliche Begeisterung über die Vollautomatik hat schon wieder etwas nachgelassen. Okay - der Autofokus funktioniert meistens und ist toll z.B. bei Sportaufnahmen von den Kids. Die Präzision erreicht allerdings nicht immer die Qualität einer sorgfältigen manuellen Scharfstellung, und der Autofokus ist auch nicht immer schneller. Die zweifellos hohe Schärfeleistung guter moderner Zoomkonstruktionen ist daher leider nur bedingt nutzbar. Zur manuellen Scharfstellung fehlt mir eine geeignete Suchermattscheibe.

Dazu folgende Wechselobjektive und Zubehör:

Fazit meiner Erfahrungen mit EF-Objektiven: Die alte Regel, dass Festbrennweiten grundsätzlich besser als Zooms sind, gilt schon lange nicht mehr! Lediglich bei Super-Zooms mit extremen Brennweitenverhältnissen weit jenseits von ca. 3 ist mit Einbußen bei der Bildqualität zu rechnen. Das Tamron 28-70 oder das Canon 70-200 brauchen dagegen keinen Vergleich mit Festbrennweiten zu scheuen. Nach meiner Meinung sind Festbrennweiten nur noch für Spezialzwecke unverzichtbar, wie z.B. Macro, Tilt/Shift oder extrem lichtstarke Objektive. Dann wird’s aber meistens richtig teuer, da die Produktions-Stückzahlen für solche Anwendungen eher gering sind. Andererseits: Gute Zooms sind meistens groß und schwer. Da haben Festbrennweiten ganz klar ihren Vorteil. Ich mag die Festbrennweiten auch noch deswegen, weil das Festlegen des Bildausschnitts durch Hin- und Her- und Vor- und Zurückgehen erfolgt (auch Turnschuh-Zoom genannt). Das führt zumindest bei mir zu einem weniger hastigen Knipsen und zu einer geringeren Ausschussquote.

Noch eine Warnung zum Schluss: Meine Einschätzung der Objektivqualität beruht auf meinen Erfahrung mit Film oder mit meiner 8MP-DSLR. Wenn man die oben gegenannten Linsen an eine aktuelle Kamera mit 24 MP APS-C Sensor ansetzt, wird man enttäuscht sein. Ich meine, mit dieser Sensorauflösung sind die Hersteller über das Auflösungsvermögen der Mehrzahl ihrer Objektive hinausgeschossen.