FDn 50-1.4
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Mittelformat 6x6 auf 120er Rollfilm:
Damit macht (mir) Fotografie am meisten Spaß, beginnend mit dem Blick von oben in den Lichtschacht (meine Schwester: "Uiih - sieht das plastisch aus!") bis zum Vergrößern in der Dunkelkammer. Für Schnappschüsse ist dieses Format eher ungeeignet. Bis ich fertig bin mit Entfernungseinstellung und Belichtungsmessung vergeht immer ein Weilchen. Das ist gut so, denn dann kann ich besser abschätzen, ob das Bild ein gutes werden könnte. Oft klappe ich dann wieder zu, ohne auszulösen. Mittelformat-Fotografie ist damit genau das Gegenteil der heute verbreiteten hektischen Handy-Knipserei, "slow pics" sozusagen. Wer sich für Mittelformat interessiert, dem empfehle ich vor dem Einstieg dringend einen virtuellen Fotospaziergang mit seiner schwersten KB-Kamera, den Objektiven 4/35, 3.5/50 und 4.5/100, sowie einem Handbelichtungsmesser. Die möglichen Nachteile werden Ihnen dann schnell klar. Aber Sie werden es dann später in der Dunkelkammer umso mehr genießen. Sie werden dann auch öfter von wildfremden Menschen angesprochen, dass deren Vater (Opa?) auch so eine Kamera hatte, und „Die macht doch sicher gute Bilder!“ Oder wie ich mit der Rolleiflex in der Schweiz einmal bewundert wurde: „Jooo, däs isch die Ächchte!“